Um wieder mehr Gewinn zu erwirtschaften, will Porsche einerseits Sparmaßnahmen einführen und andererseits wieder mehr Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren oder Plug-in-Hybridmotoren bauen. Der operative Gewinn werde dieses Jahr dadurch um 800 Millionen Euro reduziert. Der Stuttgarter Autobauer teilte am Donnerstagabend mit, dass der Vorstand „umfangreiche Maßnahmen zur Stärkung der kurz- und mittelfristigen Ertragskraft der Gesellschaft beschlossen“ habe, berichtet das Handelsblatt. Die VW-Tochter Porsche vollzieht damit eine Abkehr vom E-Kurs, den man lange beherzt verfolgt hatte.
Des Weiteren seien „Anpassungen in der Unternehmensorganisation“ geplant. Bereits letztes Jahr lag die operative Marge am unteren Ende der angepeilten vierzehn bis fünfzehn Prozent. Die operative Marge beschreibt den Anteil des operativen Gewinns am Umsatz. Das langfristige Ziel für den operativen Gewinn ist laut Konzernvorstand jedoch zwanzig Prozent. Auch dieses Jahr wird dieses Ziel nicht erreicht werden; die Gewinnmarge wird wahrscheinlich bei zehn bis zwölf Prozent liegen.
Da bei VW die beiden Premiummarken Porsche und Audi schwächeln, ging das operative Ergebnis des Konzerns 2024 um etwa ein Viertel zurück. Es lag bei 5,5 Milliarden Euro. Der Umsatz von Porsche soll wieder bei etwa 39 bis 40 Milliarden Euro liegen, der Absatz wird voraussichtlich sinken. Wenn es so kommt, hätte die Autobaufirma die niedrigste Gewinnmarge seit zehn Jahren.
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