Die Demokratie müsse „auch gegen Teile des Wahlvolks verteidigt werden“, behauptete die Intendantin des Gorki-Theaters in Berlin, Shermin Langhoff. Damit antwortete sie in dem Newsletter des staatlich geförderten Theaters nicht nur auf die Ergebnisse der Bundestagswahl, sondern auch auf die Kritik des Bild-Journalisten Gunnar Schupelius.
Der hatte eine bereits zuvor getroffene Aussage der Intendantin aufs Korn genommen. „Natürlich wissen wir nicht, wie sie ausgehen wird. Aber die Aussichten sind beängstigend“, hatte Langhoff noch vor der Bundestagswahl in dem Newsletter geschrieben. Damit würde sie „vor dem Ergebnis einer demokratischen Wahl“ Angst schüren, kritisierte Schupelius.
Daraufhin wiederum reagierte Langhoff mit Unverständnis über das Vertrauen des Journalisten in demokratische Institutionen. „Wenn Leute gewählt werden, die diesen Institutionen, diesen Lebensweisen und womöglich einem Teil der Bewohner*innen des Landes an den Kragen wollen, dann schadet das der Demokratie“, hielt sie fest.
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