Greta Thunberg verlässt Schweden: „Zu viele Faschisten“

vor 3 Monaten

Greta Thunberg verlässt Schweden: „Zu viele Faschisten“
Bildquelle: NiUS

Greta Thunberg zieht einen klaren Schlussstrich unter ihre Zeit in der Heimat. Die 23-Jährige will Schweden verlassen, weil sie sich dort nicht mehr sicher fühlt. In einem ausführlichen Interview mit der linken schwedischen Zeitung Dagens ETC spricht sie offen von anhaltenden Todesdrohungen, starkem öffentlichem Druck und einer „Faschistenwelle“, die das Land überschwemme.Statt weiter im Rampenlicht der schwedischen Debatte zu stehen, plant Thunberg ein neues, nomadisches Leben: „Der Plan ist, aus einem Rucksack zu leben und auf den Küchenböden von Freunden zu schlafen.“ Gleichzeitig absolviert sie ein Fernstudium zur Pflegehelferin und will künftig dorthin gehen, wo sie „am nützlichsten“ sei. Die Aussagen kommen genau rechtzeitig zur Promotion des neuen Dokumentarfilms „Strejkarna“ („Die Streikenden“), der am 15. Mai in den schwedischen Kinos startet und ihre achtjährige Aktivistenkarriere nachzeichnet.

Thunberg beschreibt in dem Gespräch ein wachsendes Gefühl der Unsicherheit. Sie fühle sich nicht länger „trygg“ – also sicher – im eigenen Land. Todesdrohungen und der permanente Hass hätten sie dazu gebracht, die Konsequenzen zu ziehen. Sie habe akzeptiert, „nicht besonders lange zu leben“, wolle aber trotzdem weiterkämpfen, anstatt in „falscher Bequemlichkeit“ zu verharren.

Der schärfste Vorwurf richtet sich gegen die gesellschaftliche Entwicklung in Schweden. Thunberg spricht von einer sich ausbreitenden „fascistvåg“ (Faschistenwelle), die „extrem feindlich“ gegenüber allen sei, „die an Empathie glauben, entsprechend handeln und wollen, dass die Forschung gehört wird“.

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