Die Grüne Jugend hat ein neues Führungsduo. Mit Jette Nietzard und Jakob Blasel möchte man sich nach schlechten Wahlergebnissen und dem Exodus des bisherigen Spitzenpersonals (Apollo News berichtete) neu aufstellen. Jakob Blasel hat dabei eine Vergangenheit im Journalismus. Zwar war er bereits ab 2018 als Klimaaktivist engagiert, dennoch wirkte er an mehreren Sendungen des öffentlich-rechtlichen Funk-Formats mit. Beispielsweise trat er bei zwei Sendungen von Y-Kollektiv als Klimaaktivist auf. In der Funk-Sendung OZON moderierte Blasel 2019 mehrere Folgen.
In dem Format setzt man sich mit verschiedenen Themen des Umweltschutzes auseinander. Beispielsweise wollte eine Moderatorin den Zuschauern zeigen, dass „Verzicht mehr Spaß (…) als Shopping“ machen würde. Ozon wurde als „Mitmach-Format“ gebrandet und zwei Jahre lang betrieben; die Moderatoren waren dabei stets Klimaaktivisten, wie beispielsweise Fabian Grischkat. Auch Blasel war zum Zeitpunkt seiner Moderation bereits Klimaaktivist. In einem jetzt besonders kontroversen Video sprach er sich für das Verbot der Hundezüchtung aus. Denn Haustiere sind für Blasel „CO₂-Luxus“, die man eigentlich gar nicht bräuchte.
Nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Grünen Jugend kam das Video von Blasel wieder auf und wurde kontrovers diskutiert. Nun hat Funk alle Videos von OZON von seinen Seiten gelöscht, selbst die ohne Beteiligung von Blasel. Gegenüber RTL distanzierte sich Funk sogar von den Aussagen Blasels über die Hundezucht. Ebenso begründete man die Löschung von Blasels Videos damit, dass man eine klare Trennung zwischen Funks „journalistischen Inhalten“ und Blasels „politischen Aktivitäten“ schaffen wolle. Vor einigen Jahren, als sich Blasel bereits bei den Grünen und Fridays for Future engagierte, schien das Funk das noch nicht zu stören.
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