Die Insolvenzwelle in der deutschen Wirtschaft ebbte im vergangenen Jahr nicht ab. Besonders stark betroffen war das Handwerk. Wie aus Mitteilungen der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht, stieg die Zahl der Insolvenzen in der Branche im Jahr 2025 gegenüber 2024 um 13,3 Prozent auf insgesamt 4.950 Fälle. Damit wurde der höchste Stand seit 2014 erreicht.
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen mussten im vergangenen Jahr den Gang zum Insolvenzgericht antreten. Gerade im Handwerk – ebenso wie in weiten Teilen der deutschen Wirtschaft – stellen sie den Großteil der Betriebe. Besonders stark betroffen waren das Kfz-Handwerk sowie das Bau- und Ausbaugewerbe.
Für den Höchststand bei den Insolvenzen, der im vergangenen Jahr erreicht wurde, gibt es mehrere Ursachen. Als einer der zentralen Treiber gelten jedoch die stark gestiegenen Betriebskosten am Standort Deutschland. „Energie, Material, Löhne – die Kosten laufen davon. Ohne ausreichende Reserven geraten viele Betriebe schnell in existenzielle Schieflage“, erklärte der Leiter der Creditreform-Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch, in einer Stellungnahme.
Vor allem die Energiekosten sind in Deutschland in den vergangenen Jahren massiv angestiegen. Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zufolge zahlen kleine bis mittlere Industriebetriebe bei Neuabschlüssen im Jahr 2026 einen durchschnittlichen Strompreis von 13,6 Cent pro Kilowattstunde (ohne Steuern und Abgaben).
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