Kürzlich setzte sich die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Kamala Harris, mit der CBS-Sendung 60 Minutes für ein Interview zusammen. Harris hatte zuletzt nur wenige Interviews gegeben und mied die Presse teilweise wochenlang. Bis heute hat sie seit ihrer Präsidentschaftskandidatur keine einzige Pressekonferenz in ihrer Position als Kandidatin der Demokraten abgehalten. Bei dem Interview mit der renommierten Sendung ging es um eine Vielzahl an Themen, beispielsweise um Harris‘ Pläne in der Wirtschaftspolitik. An einer Stelle ging es aber auch um Harris‘ Haltung zu Israel und der dortigen Regierung. Dabei überraschte Harris mit einer verhältnismäßig kritischen Haltung gegenüber dem langjährigen amerikanischen Verbündeten.
Angesprochen auf Benjamin Netanyahu und ob es mit ihm ein enges Bündnis gebe, weigerte sich Harris, den israelischen Ministerpräsidenten als einen Verbündeten anzuerkennen, sondern wich stattdessen aus: „Ich glaube, bei allem gebührenden Respekt, die bessere Frage ist: Haben wir ein wichtiges Bündnis zwischen dem amerikanischen Volk und dem israelischen Volk? Und die Antwort auf diese Frage ist Ja!“
Auch an anderen Stellen ließ Harris Kritik an Israel durchschimmern. Demnach sprach sie davon, dass man weiterhin Druck auf Israel ausüben wolle, um unter anderem den Krieg in Gaza und im Libanon zu beenden. Es gebe einen laufenden Vorgang, bei dem man Israel klarmache, was die Prinzipien der USA in den regionalen Fragen des Nahen Ostens seien.
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