In 3sat-Sendung: Journalistin vergleicht Hisbollah-Unterstützer mit AfD-Wählern

vor 3 Monaten

In 3sat-Sendung: Journalistin vergleicht Hisbollah-Unterstützer mit AfD-Wählern
Bildquelle: Apollo News

Am Mittwochabend wurde in der 3sat-Sendung Kulturzeit die islamistische Terrororganisation Hisbollah mit der AfD verglichen. Thema der Sendung waren die Probleme im Libanon. „Beirut war stets die offenste und freizügigste Stadt der arabischen Welt“, sagt ein Sprecher. Dann der Schnitt zu einer zerstörten Stadt: „Der Krieg ist zurück. Israel greift den Süden an.“ Dass die Abnahme der Freiheit im Libanon mit dem Erstarken der Hisbollah zusammenhängt, die auch eine Partei im Parlament hat, wird an dieser Stelle nicht angesprochen. So entsteht der Eindruck, dass zunächst einmal Israel die Ursache sei.

Dann interviewt die Moderatorin die freie Auslandskorespondentin Stella Männer. Diese vergleicht die AfD im Verlauf des Gesprächs mit der Hisbollah. Das Ziel der neuen libanesischen Regierung, die Hisbollah zu entwaffnen, „sehr unrealistisch“ gewesen sei, weil der Staat wirtschaftlich schwach sei und nicht die Mittel habe, die Organisation mit Gewalt zu entwaffnen. Erst nach mehreren Minuten des Gesprächs, in denen sie die Angriffe Israels auf den Libanon kritisiert hat, sagt Männer, dass es nur eine Minderheit der libanesischen Bevölkerung sei, die hinter der Hisbollah stehe.

Dann sagt sie: „Im letzten Krieg 2024 waren es so zwischen 20 und 25 Prozent der Bevölerung, die die Hisbolla untersützt hatten, also ungefähr genau so viele Menschen wie in Deutschland der AfD anhängen.“ Viele Menschen seien sauer auf die Hisbollah und hätten das Gefühl, dass sie nur in Kriege hineingezogen werden. Die Moderatorin geht auf den AfD-Halbsatz nicht weiter ein, sondern fragt, ob Israel im Libanon Kriegsverbrechen begehe. Die Journalistin sagt nicht eindeutig ja, antwortet aber, dass Israel auch Zivilisten angreifen würde.

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