„In Deutschland sind wir nicht stolz auf unsere Fahne“, erklärt NDR-Comedian die False-Flag-Aktion auf Grönland

vor 5 Monaten

„In Deutschland sind wir nicht stolz auf unsere Fahne“, erklärt NDR-Comedian die False-Flag-Aktion auf Grönland
Bildquelle: Apollo News

Am Mittwoch versuchte der Kabarettist Maxi Schafroth, der für die NDR-Satiresendung „Extra 3“ arbeitet, eine US-Flagge vor dem Kulturzentrum der grönländischen Hauptstadt Nuuk zu hissen. Da er sich zuerst als Amerikaner ausgab, löste die Tat einen antiamerikanischen Shitstorm in den sozialen Medien aus. Gegenüber dänischen Medien erklärte er im Nachgang, dass er sich der Brisanz der Aktion nicht bewusst gewesen sei, und begründete das mit fehlendem deutschem Nationalstolz.Ein Video davon, wie er versuchte, die Flagge zu hissen, war von dänischen Aktivisten auf X geteilt worden. Der NDR bestätigte den Vorfall gegenüber Apollo News. Gegenüber dem dänischen öffentlich-rechtlichen Sender DR erklärte Schafroth die Hintergründe der Aktion. Auf die Frage, ob er die Ernsthaftigkeit der Situation unterschätzt habe, erwiderte er: „Ja, ich habe die Bedeutung der Flagge für die Grönländer unterschätzt. In Deutschland sind wir nicht stolz auf unsere Fahne. Wir lassen sie nicht in unserem Garten wehen.”

Zweck der Aktion sei es gewesen, sich über Donald Trump lustig zu machen. Auch der NDR bestätigte das gegenüber Apollo News: „Das weltweit diskutierte Vorgehen der USA war Anlass für die kritische Auseinandersetzung in der Satiresendung. Zu keinem Zeitpunkt sollte während des Drehs der Eindruck entstehen, Ziel der Satire seien Grönländerinnen und Grönländer. Die Redaktion erklärt ihr Bedauern gegenüber den Menschen in Grönland, sollte dieser Eindruck entstanden sein.”

Schafroth schildert gegenüber dem dänischen Sender, dass ihm bewusst wurde, dass die Aktion nicht so durchgeführt werden konnte wie geplant, als er vor dem Fahnenmast stand. Die Menschen um ihn herum hätten ihn angeschrien und ausgebuht, berichtet er. Er entschuldigte sich bei den Grönländern und sagte, dass es ihm sehr leid tue. Gegen ihn wurde von der Polizei ein Bußgeld verhängt.Die Bürgermeisterin von Nuuk, Avaraaq Olsen, kritisierte in einem Statement die Aktion. „Das Hissen einer Flagge an unserem kulturellen Zentrum, der Flagge einer militärischen Supermacht, die seit Wochen militärische Gewalt gegen unser Land andeutet, ist kein Scherz. Das ist nicht lustig. Das ist äußerst schädlich”, sagte sie. An Medienvertreter und Influencer gewandt sagte sie: „Denkt, bevor ihr handelt!”

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel