Vier Zeugen für das Leben: Italienischer Verfassungsgerichtshof berät über assistierten Suizid

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Vier Zeugen für das Leben: Italienischer Verfassungsgerichtshof berät über assistierten Suizid
Bildquelle: Tichys Einblick

Assistierter Suizid ist ein Reizthema, das existenzielle Ängste weckt: vor Kontrollverlust, vor Hilflosigkeit und unerträglichen Schmerzen. Zugleich ein Thema, das gerade aufgrund dieser Implikationen ungern diskutiert, und zumeist nur diffus-emotional wahrgenommen wird.

Dasselbe gilt für das „Mitleid“: Die Erfahrungen in Ländern, die niedrigschwelligen Zugang zu assistiertem Suizid und Euthanasie bieten, etwa Belgien, die Niederlande oder Kanada, belegen durchweg, dass die Normalisierung von assistiertem Suizid keinen Zuwachs an Menschlichkeit bringt, sondern eine lebensfeindliche Atmosphäre schafft, in der Menschen sich genötigt fühlen, zu sterben, um anderen nicht zur Last zu fallen, und in der nicht selten Euthanasierung finanziell lohnender ist als Therapien und Palliativversorgung. Tötung wird als Hilfe deklariert.

Vor diesem Hintergrund ist die Anhörung, die am 26. März am römischen Verfassungsgerichtshof stattfinden wird, von besonderer Bedeutung. Denn hier werden tatsächlich Betroffene selbst zu Wort kommen: Unheilbar Kranke werden den Verfassungsrichtern ihre Sicht der Dinge schildern.

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