Henry G. Jarecki, Heidelberger Ehrensenator, Träger des Bundesverdienstkreuzes und Großinvestor mit Millionenprojekten in Deutschland, rückt erneut in den Mittelpunkt des Epstein-Komplexes. Nachdem gegen den US-amerikanischen Psychiater und Unternehmer deutsch-jüdischer Herkunft 2024 in einer Zivilklage schwere Vorwürfe erhoben worden waren, schien der Fall mit dem überraschenden Rückzug der Klage ein Jahr später bereits beendet. Doch nun werfen neue Dokumente aus Akten des US-Justizministeriums ein anderes Licht auf die Beziehung zwischen Jarecki und dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Die E-Mails sind so belastend, dass nun auch die Bundesrepublik und die Stadt Heidelberg unter Druck geraten. Für seine millionenschweren Investitionen und Spenden war man ihm über Jahre hinweg äußerst dankbar.
Mitte 2024 wurden erstmals schwere Vorwürfe gegen den Psychiater, Unternehmer und Philanthropen Henry G. Jarecki öffentlich. Ein anonymes Model erhob vor einem US-Bundesgericht Zivilklage gegen ihn. In der Klageschrift wurden massive Anschuldigungen formuliert – unter anderem Vergewaltigungen sowie der Vorwurf, Jarecki habe seine Rolle als Psychiater und Arzt im Umfeld Epsteins missbraucht. Jarecki wies sämtliche Vorwürfe zurück.
Diese Vorwürfe dürfte Jarecki bereits als überstanden betrachtet haben. (Screenshot: Juni 2024)
Ein Jahr später änderte sich die Lage jedoch abrupt: Im April 2025 zog die Klägerin ihre Klage zurück – ohne öffentliche Begründung oder gerichtlichen Vergleich. Zudem verzichtete das Model endgültig darauf, die Klage erneut einzureichen. Juristisch bedeutet das das Ende des Verfahrens.
Warum die Klage beendet wurde, blieb offen. Vieles spricht dafür, dass sich die Streitparteien außergerichtlich einigten; bestätigt ist dies allerdings nicht.
Nun rücken neue Dokumente in den Fokus. Aus Akten des US-Justizministeriums, über die unter anderem die Rhein-Neckar-Zeitung berichtet, gehen mehrere E-Mails hervor, die eine intime Nähe Jareckis zu Epstein nahelegen, die über eine bloße Bekanntschaft hinausgeht.
Die Akten zeigen einen intensiven E-Mail-Verkehr, aus dem sich zwar nicht automatisch strafrechtliche Vorwürfe ergeben; er wirft jedoch Fragen auf.
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