Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) traf sich im Oktober mit der Organisation HateAid, um über „digitale Gewalt“ zu sprechen. Dies zeigen exklusive Recherchen von NIUS. Das Treffen ist deshalb brisant, weil es die Frage aufwirft, ob und auf welche Weise HateAid in eine Kampagne für strengere Beschränkungen im Netz eingebunden war, die auf Vorwürfe der Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann folgten.
Das Ministerium schreibt gegenüber NIUS, „dass die Ministerin am 14. Oktober 2025 ein Gespräch mit Vertreterinnen der Organisation HateAid geführt hat. Gegenstand des Gesprächs waren unter anderem digitale Gewalt und bildbasierte sexualisierte Gewalt.“ Das Ministerium weist aber darauf hin, dass es weitere Treffen gegeben haben könnte, es bestehe keine „Verpflichtung zur Erfassung sämtlicher Termine“.
Fernandes wirft ihrem Ex-Mann Christian Ulmen, der ebenfalls Schauspieler ist, vor, im Netz Fake-Accounts unter ihrem Namen angelegt zu haben, über die er jahrelang an Männer Sex-Videos und Nacktbilder von Frauen verschickt haben soll, die Fernandes ähnlich sahen. Nachdem der Spiegel am vergangenen Donnerstag exklusiv über die Vorwürfe berichtet hatte, schlug der Fall medial hohe Wellen.
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