Vor fünf Jahren wurden in Deutschland die ersten Maßnahmen wegen des Covid-19-Virus beschlossen. Um diese und die weiteren Maßnahmen, die in der darauffolgenden Zeit folgten, aufzuarbeiten, fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Politik erneut auf, eine Enquetekommission einzurichten, wie ihr Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen gegenüber der Funke Mediengruppe mitteilte.
Gassen setzt sich aus mehreren Gründen für eine solche Kommission ein. Zum einen möchte er, dass man aus den Maßnahmen für zukünftige Pandemien lernen kann, zum anderen sieht er auch, dass durch die Maßnahmen Vertrauen in staatliches Handeln verloren gegangen ist und verweist dabei auf die letzten Wahlergebnisse. „Dabei soll es nicht um Schuldzuweisungen gehen, sondern um die Frage: Was ist gut gelaufen? Welche Maßnahmen haben sich als falsch erwiesen oder wurden vielleicht gar nicht wirklich befolgt?“, so Gassen.
Bereits vor einem Jahr veröffentlichte die Kassenärztliche Bundesvereinigung eine Pressemeldung, in der sie die Überlegung aus der Politik, eine Enquetekommission einzurichten, unterstützte. Schon damals ging es der Vereinigung darum, Lehren aus der Pandemie zu ziehen. Eine Enquetekommission kam jedoch in der vergangenen Legislaturperiode nicht zustande.
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