Beim 104. Katholikentag in Würzburg geht es neben Glaubensfragen vor allem um linke Ideenwelten. Die Fragen, die man im Programm findet, lauten nicht mehr: Was ist der Sinn des Lebens und was wartet nach dem Tod, sondern: Wie gehen wir als Gesellschaft mit toxischer Männlichkeit um oder bekämpfen Hass im Netz? Hinzu kommen Auftritte von politischen Akteuren wie Ralf Stegner oder Luisa Neubauer. Es festigt sich der Eindruck: Für den Glauben selbst ist neben der Politik kaum noch Platz.
Sogar die Linkspartei ist mittlerweile auf dem Katholikentag vertreten. Während die Partei die Kirchen in der DDR noch mit Repressionen belegte, damals als SED, passen viele Inhalte des Katholikentags mittlerweile sogar zum Programm der Linken: noch mehr Vielfalt, noch mehr Migration, noch mehr Energiewende. „Opium für das Volk“ war mal, heute gibt es Zustimmung für das bunte Kirchenprogramm: „Ich finde das sehr erfrischend“, heißt es dazu am Parteistand.
NIUS war vor Ort. Sehen Sie hier das gesamte Video:
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