Die steigenden Kerosinpreise – unter anderem vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts – setzen europäischen Airlines zunehmend zu. Vor diesem Hintergrund prüft Lufthansa nun einschneidende Maßnahmen. Wie Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr am Dienstag vor der Belegschaft erklärte, wird derzeit eine Reduzierung des Angebots um 2,5 Prozent geprüft.
Diese könnte durch die dauerhafte Stilllegung von rund 20 Flugzeugen erfolgen. Vorrangig sollen ältere Jets ausgemustert werden, die einen besonders hohen Treibstoffverbrauch aufweisen. Sollte sich die Lage weiter verschärfen, hält der Konzern sogar die Stilllegung von bis zu 40 Maschinen für möglich – entsprechend etwa fünf Prozent des Angebots.
Spohr betonte jedoch: „Wir haben heute nur entschieden, unsere Teams zu bitten, diese beiden potenziellen Pakete zu definieren.“ Eine endgültige Entscheidung zur Umsetzung sei bislang nicht getroffen worden.
Auch andere Fluggesellschaften reagieren auf die stark gestiegenen Kerosinpreise und fahren ihr Flugangebot zurück. Die Scandinavian Airlines (SAS) beispielsweise haben ihren Flugplan für April bereits um rund 1.000 Verbindungen gekürzt. Ebenso plant der US-Partner von Lufthansa, United Airlines, sein Streckennetz zu reduzieren. Betroffen seien unter anderem Nachtflüge sowie Verbindungen an weniger nachfragestarken Tagen wie Dienstag, Mittwoch oder Samstag.
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