Der Krieg im Nahen und Mittleren Osten belastet zunehmend die internationale Luftfahrt. Nicht nur sind die Kerosinpreise aufgrund der dauerhaften Schließung der Straße von Hormus gestiegen, auch europäische Fluggesellschaften mussten wegen des Krieges Tausende Flüge streichen.
Die Öllieferungen aus dem Persischen Golf sind nach Beginn des Krieges eingebrochen, nachdem die Iranischen Revolutionsgarden (IRGC) eine Schließung der Meerenge ankündigten, die sie auch mit Gewalt durchsetzen würden. Während die Ölpreise seitdem um mehr als 50 Prozent gestiegen sind, hat sich der Kerosinpreis in Europa verdoppelt. Der europäische Benchmark für Jet Fuel CIF Northwest Europe (NWE) lag einen Tag vor Beginn des Krieges bei 831 US-Dollar je Tonne. Bereits am 12. März berichtete Argus Media von einem Tonnenpreis von 1646 US-Dollar.
Die zunehmende Belastung für die Flugbranche entsteht jedoch nicht ausschließlich durch die steigenden Treibstoffpreise. Ein weitaus kritischerer Punkt ist die massive Einschränkung des internationalen Flugverkehrs. Die Golfregion ist ein zentraler Knotenpunkt zwischen Europa und Asien. Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi und Doha wickeln täglich Tausende Flüge ab. Der Verkehr fiel kurz nach Kriegsbeginn nahezu auf null. Seitdem wurden laut Cirium bis zum 17. März rund 30.000 Flüge im Nahen Osten gestrichen, und europäische Airline-Chefs warnten am Donnerstag, dass ein länger andauernder Konflikt im Nahen Osten zu höheren Flugpreisen führen würde.
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