Klöckner nennt Deutschland „Puff Europas“ – und fordert Sexkaufverbot

vor 8 Monaten

Klöckner nennt Deutschland „Puff Europas“ – und fordert Sexkaufverbot
Bildquelle: Apollo News

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat sich für ein Verbot von Prostitution und Sexkauf in Deutschland ausgesprochen. „Ich bin fest der Überzeugung: Wir müssen die Prostitution und den Sexkauf hierzulande endlich auch verbieten“, sagte die CDU-Politikerin bei der Verleihung des Heldinnen-Awards in Berlin. Sie befürwortete eine Regelung nach schwedischem oder norwegischem Vorbild, bei der Freier bestraft und Prostituierte entkriminalisiert werden.

Klöckner kritisierte, die aktuelle Gesetzgebung schütze Frauen in der Prostitution nicht ausreichend. Ganz im Gegenteil, weder das Prostitutionsgesetz noch das Prostituiertenschutzgesetz stärken die Rechte der Frauen in der Prostitution nachhaltig. Es bleibe bei Übergriffen, Abhängigkeiten und Unfreiwilligkeit. „Wenn wir sonst über Frauenrechte sprechen, aber sagen, dass Prostitution ein Beruf wie jeder andere sei, dann ist das nicht nur lächerlich, sondern Verächtlichmachen von Frauen. Es gibt auch keine Schülerpraktika in diesem Beruf.“ Deutschland sei, so Klöckner, „der Puff Europas“.

Das sogenannte nordische Modell, auf das Klöckner verweist, stellt den Kauf sexueller Dienstleistungen unter Strafe, während der Verkauf legal bleibt. Gleichzeitig sollen staatliche Hilfen den Ausstieg aus der Prostitution erleichtern. In Schweden gilt dieses Prinzip seit 1999, inzwischen auch in Norwegen, Island und Frankreich.

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