Deutschland steckt seit Tagen in einer Spirale aus Hitzepanik und aufgebauschter Todesangst: Weil am Mittwoch in Teilen Deutschlands die 39 Grad-Marke überschritten worden ist, warnten Klimaaktivisten, Grünen-Politiker, Mediziner und nahezu alle Medien in den schrillsten Tönen vor den Folgen von Hitze. Sie berichteten über die Zahl der Hitzetoten der vergangenen Jahre und erklärten dutzendfach, warum das alles wegen des Klimawandels jetzt immer so sein wird und dringend politischer Handlungsbedarf besteht.
Dabei lässt sich entlang von nur einem Wort, anhand eines technischen Geräts, das überall in der Welt zur Grundausstattung gehört, die Irrationalität der Hitzedebatte erklären: anhand der Klimaanlage.
Klimaanlagen sind gerade in Privatgebäuden eher selten in Deutschland.
Die effektivste Variante, sich vor Hitze zu schützen, nämlich den Raum, in dem man sich aufhält, herunterzukühlen, um sich der Hitze nicht aussetzen zu müssen, spielt in Deutschland kaum eine Rolle.
Und das, obwohl seit Jahren mit immer mehr Dringlichkeit vorgetragen wird, wie viele Hitzetote es Jahr für Jahr gebe und welch direkte und verschlimmernde Folge des Klimawandels das sei. 3000 Hitzetote waren es laut modellierter Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr – deutlich weniger als in den Vorjahren 2018, 2019, 2020 und 2022. Es sind allen voran auch Menschen im hohen bis sehr hohen Alter, die „hitzebedingt“ versterben. 85 Prozent der vom RKI geschätzten Todesfälle sind 75 Jahre oder älter, mehr als 60 Prozent sind 85 Jahre und älter.
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