Es war schon ein skurriler Anblick: Bundeskanzler Olaf Scholz im Hotelzimmer in Rio de Janeiro, interviewt von Reportern mehrerer Fernsehsender. Im Hintergrund der Sandstrand der Copacabana mit leicht plätschernden Wellen. Es roch nach Urlaub, Freizeit, offenem Hemdkragen. Was nicht passte – der Kanzler trug Nadelstreifen. Er war, wie man in englischen Kreisen sagen würde – overdressed. Oder, etwas volkstümlicher in Deutsch: Warum hat sich der denn so herausgeputzt?
Modefachleute erklären Nadelstreifenanzüge so: Tragen Sie Nadelstreifen, wenn Sie sich aus der Masse abheben möchten. Dieses Kleidungsstück ist ein Symbol für Eleganz, Autorität und Anspruch. Von seinen bescheidenen Ursprüngen im England des 19. Jahrhunderts bis zu seiner anhaltenden Beliebtheit im 21. Jahrhundert ist er ein zeitloser Klassiker geblieben.
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