Ein Verbund aus mehreren großen Airlines hat heimlich Kundendaten an die US-Behörden verkauft. Über eine Datenbank des Analyseunternehmens ARC (Airlines Reporting Corporation), an der auch die Lufthansa beteiligt ist, konnten Beamte so unter anderem persönliche Daten wie Namen, Kreditkartendaten sowie Details zur Flugverbindung einsehen. Das Programm enthält mehr als eine Milliarde Datensätze.
Das Analyseunternehmen Airlines Reporting Corporation (ARC) hat mit einer Geheimhaltungsvereinbarung Millionen Datensätze von Flugpassagieren an US-Behörden verkauft. Hinter ARC steckt als Anteilseigner ein Verbund von Fluglinien, darunter etwa Air Canada, Air France, American Airlines, Delta Air Lines, United Airlines und die Lufthansa. Jedes Unternehmen stellt auch ein Mitglied im „Board of Directors“.
Unter dem Titel „Travel Intelligence Program“ (kurz: TIP) bietet ARC der US-Regierung somit Zugang zu mehr als einer Milliarde Datensätzen, welche persönliche Daten, Zahlungsdaten und genaue Flugverbindungen enthalten – sowohl für die Zukunft als auch für die vergangenen 39 Monate. Die Datenbank wird täglich aktualisiert. Diese Informationen gehen aus einem Datenschutz-Dokument der US-Heimatschutzbehörde hervor. Zuerst hatte die US-Nachrichtenseite 404 Media über den Fall berichtet.
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