Bei Markus Lanz hat der Bundesvorsitzende der Jusos, Philipp Türmer, mit zum Teil grotesk falschen Aussagen zur Steuer- und Verteilungspolitik für Aufsehen gesorgt. Im Zentrum standen seine Ausführungen zu vermeintlichen „Superreichen“, zu Privatiers sowie zum Ehegattensplitting.
Türmer monierte in der Sendung die aus seiner Sicht wachsende Vermögensungleichheit und beschrieb die Entwicklung in drastischen Worten. Aktuell lasse sich „das Entstehen von so einer neuen Adelskaste, von so Superreichen“ beobachten, „die völlig abgelöst sind von der Realität“. Diese zielten darauf ab, „die breite Mehrheit auszubeuten“ und politischen Einfluss zu gewinnen. Solche Entwicklungen seien nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland sichtbar.
Aus Türmers Sicht dürfe das ungestörte Treiben der „Superreichen“ von der Politik nicht länger hingenommen werden. „Wenn man das ernst meint, dass man was für die hart arbeitende Mitte tun will, dann muss man auch sehen, dass die Interessen hier gegensätzlich sind. Und wenn man sagen will, man will, dass der Wohlstand, den wir gemeinsam als Gesellschaft erarbeiten, auch bei denen ankommt, die sich jeden Tag anstrengen, dann muss man sich auch trauen, den Konflikt mit denen zu suchen, die auf der anderen Seite stehen“, so Türmer.
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