Magdeburg ist wie der Berliner Breitscheidplatz weit mehr als Kriminalfall

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Magdeburg ist wie der Berliner Breitscheidplatz weit mehr als Kriminalfall
Bildquelle: Tichys Einblick

Wie nach jedem Anschlag und jeder Gewalttat gehen alle, mehr aufgeregt als mit kühlem Kopf, zwei Fragen nach. Den Motiven des Täters und was der Staat versäumt hat. Die direkt Getroffenen und indirekt Betroffenen stehen dem Tod und schweren Gesundheitsfolgen ihnen vertrauter Menschen allein gegenüber. Für sie haben die öffentlichen Gestalten nur die immer gleichen Trauerfloskeln übrig, bevor sie sich in das ebenfalls immer gleiche Getümmel stürzen, das Geschehen für sich und gegen ihre politischen Feinde auszuschlachten.

Ich bin es leid, mich an diesem menschlich trostlosen Trauerspiel zu beteiligen. Den Angehörigen, Hinterbliebenen und Freunden der Toten und Verletzten hilft es nicht, zu erfahren, aus welchen Gründen der Mann in Magdeburg und damals in Berlin gemordet hat. Sie müssen mit ihrem persönlichen Schicksal alleine zurecht kommen, niemand hilft ihnen dabei. Dass die öffentlichen Gestalten das nicht versuchen, ist gut, sonst würden sie solches Kümmern auch noch für sich und gegen ihre politischen Feinde inszenieren.

Der für alle übergreifenden Frage gehen die öffentlichen Gestalten feige aus dem Weg. Wie kam es, dass Deutschland innerhalb von zehn Jahren von einem der öffentlich sichersten Länder der Welt zu einem Land verkam, in dem man sich nicht mehr zu jeder Tageszeit auf Straßen und Plätze frei und unbekümmert bewegen kann?

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