Mario Basler im Woke-Podcast: „Einfach mal die Fresse halten?“ Bitte nicht!

vor 4 Monaten

Mario Basler im Woke-Podcast: „Einfach mal die Fresse halten?“ Bitte nicht!
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Warum kann man keinen Podcast über Kultfußballer Mario Basler machen, ohne ihn „einzuordnen“? Das hat jetzt Autorin Katharina Reckers für den SWR versucht (auf der Homepage wird sie HostIN genannt): Drei Tage lang hat die junge Frau mit dem 57-Jährigen in einem Vereinsheim in seiner Pfälzer Heimat gesprochen und daraus vier durchaus hörenswerte Folgen gestrickt, in denen man drei Dinge lernen kann:

1) Mario Basler ist ein guter Typ.

2) Die Autorin ist gut vorbereitet.

3) Die Zeit, in der wir leben, ist noch irrer, als angenommen.

„Letzter Typ“ heißt die Reihe. Und ein bisschen scheint da die Hoffnung mitzuschwingen, dass Berufsgroßmaul Basler wirklich der letzte seiner Art sein möge. Basler macht trotzdem mit. Für so viel PR bei den Öffentlich-Rechtlichen muss er sich wohl von Menschen bewerten lassen, die ganz besoffen von ihrer eigenen moralischen Überlegenheit zu sein scheinen. Damit sich nur ja niemand getriggert fühlt, gibt’s vorab, eine sogenannte „Content Note“ für die Zartbesaiteten: In dieser Folge gehe es um Sucht und Tod.

Mario Basler, aufgenommen bei der MDR-Talkshow Riverboat am 09.05.2025 in Leipzig

Schon vor dem Start fragt sich Reckers bang, ob ihr Gesprächspartner ihr überhaupt zuhören wird, oder, ob er sie mit seinen Macho-Sprüchen abblitzen lässt. Im Vorgespräch sagt Basler, dass er nie auf Fleisch verzichten würde und vom Gendern nichts hält. Seine Karriere fasst Basler zusammen: „Ich hab außergewöhnlich viel geraucht, ich hab außergewöhnlich viel gefeiert, ich hab außergewöhnlich wenig geschlafen, ich hab außergewöhnlich wenig trainiert und zu 90 Prozent meine Leistung abgerufen“. Starker Tobak für die junge Generation, die sich immer mehr daran gewöhnt, mit Empörung jedes Gegenüber in die Knie zu zwingen.

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