In Frankreich herrschen wieder Ausgangssperren: nicht wegen eines Virus – sondern wegen der von der Polizei nicht mehr einzudämmenden Gewalt. Allein in den letzten Wochen kam es zu mehreren Schießereien – in Paris mit teilweise bis zu 500 Beteiligten. Dazu kommen Brandanschläge auf Gefängnisse, in Goult wurde im Zuge eines Bandenkrieges die Braut auf einer Hochzeitsfeier ermordet. Im letzten Jahr gab es mehr als 100 Tote und 300 Verletzte im Zusammenhang mit Drogenhandel.
Nachdem bereits zehn französische Städte Ende Juni die ersten nächtlichen Ausgangssperren für Jugendliche verhängt haben, ziehen jetzt immer mehr Stadtverwaltungen nach. Ab Montagabend gilt nun auch in der ersten Großstadt, in der südfranzösischen Stadt Nîmes, eine nächtliche Ausgangssperre, beginnend ab 21 Uhr für alle Jugendlichen im Alter von unter 16 Jahren.
Unter Berufung auf eine Reihe von „Schießereien, Abrechnungen und Spannungen zwischen Banden“ kündigte die Verwaltung der Stadt Nîmes die Maßnahme am Freitag an. Die Ausgangssperre gilt von 21 Uhr bis 6 Uhr morgens, zunächst für zwei Wochen – sie kann um 15 Tage verlängert werden, berichtete Le Figaro. Auch in den Städten Béziers, Triel-sur-Seine und Saint-Ouen sowie in mehreren Vierteln der Vorstadt von Paris werden ähnliche Maßnahmen getroffen.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











