Wirtschaftlich hat er bereits Erfolg. Nun setzt Argentiniens Präsident Javier Milei neue Standards in der Gesundheitspolitik, was die Weltgesundheitsorganisation WHO angeht, und zum Thema „Transgender“. Beide Entscheidungen hängen zusammen mit Mileis Ideal der Freiheit. Nach den USA will nun auch Argentinien die WHO verlassen. Das soll eventuell durch ein einfaches Dekret möglich sein. Als Argument für den Austritt werden auch die Kosten von annähernd zehn Millionen US-Dollar pro Jahr angeführt. Doch das Verhalten der WHO in der Corona-Zeit kommt als gewichtiger Grund für Mileis Entscheidung dazu. Die Rede ist von „tiefgreifenden Differenzen insbesondere während der Pandemie“. Etwas Ähnliches hatte schon Trump bei der Ankündigung des US-Austritts angedeutet, mit dem der Organisation 20 Prozent ihres Budgets fehlen werden.
Mileis Büro gab nun eine Pressemitteilung heraus, gemäß der „die Rezepte der WHO nicht funktionieren, weil sie das Ergebnis politischer Einflussnahme sind und nicht auf der Wissenschaft basieren“. Die Organisation sei 1948 gegründet worden, um die Antwort auf globale Gesundheitsnotfälle zu koordinieren, habe aber ihre größte „Feuerprobe“ nicht bestanden, vielmehr im Jahr 2020 „ewige Quarantänen ohne wissenschaftliche Grundlage“ propagiert.
Zudem habe die WHO zuletzt bestätigt, dass sie „nicht bereit ist, ihren Ansatz zu ändern“, vielmehr, „anstatt Fehler einzugestehen, weitere Zuständigkeiten an sich reißt, die ihr nicht zustehen, und die Souveränität der Länder einschränkt“. Hier ist offenbar der geplante Pandemievertrag gemeint, der der WHO im Falle zukünftiger weltweiter Epidemien noch weiter reichende Vollmachten verleihen soll.
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