Deutschland gilt bei Lebensmitteln als Discounter-Land – also als besonders billig. Die Brüder Karl und Theo Albrecht verewigten 1948 den englischen Begriff für Preisnachlass sogar im Firmennamen: Albrecht Discount, kurz Aldi.
Was sie nicht ahnen konnten: Der Begriff ist 2025 zu einer leeren Worthülse verkommen. Das legt eine Studie nahe, die die Preisvergleichs-App Smhaggle für die Süddeutsche Zeitung erstellt hat. Das Ergebnis überrascht, weil viele Bundesbürger glauben, Lebensmittel seien in Deutschland besonders günstig im Vergleich zum Ausland. Doch die neuen Auswertungen zeigen: Die Lebensmittelhändler haben den Kampf um den günstigsten Preis eingestellt. Anders ist es bei unseren europäischen Nachbarn. Dort sind ein und dieselben Lebensmittel oft günstiger als hier. Das lässt sich anhand einzelner Produkte nachweisen.
Ursprünglich hatte es die Idee mit dem Preisnachlass für Lebensmittel in den USA gegeben. Aber im Essener Arbeiterviertel Schonnebeck perfektionierten die Albrecht-Brüder den Gedanken: Wenige sogenannte Eckprodukte wie Mehl und Zucker in Massen günstig einkaufen und sie billiger als die Konkurrenz, mit Preisvorteil für die Kundinnen und Kunden im Karton zum Zugreifen verkaufen. Von Karl Albrecht ist das Zitat überliefert: „Unsere ganze Werbung liegt im niedrigen Preis.“
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