Die Straße von Hormus, die Meerenge zum Persischen Golf und damit der Zugang zum dortigen Öl, ist blockiert – das hieß es zumindest seit Tagen. Jetzt tut sich aber etwas. Trotz iranischer Drohungen wagen sich nun doch Schiffe durch die Meerenge.
Denn einerseits haben die US-Streitkräfte inzwischen schon beträchtliche Teile der iranischen Marine außer Gefecht gesetzt. Andererseits feuern die Iraner nicht auf ihre eigenen Schiffe und jene ihrer Partner: So passierten bereits mehrere Schiffe unter iranischer Flagge die Straße. Außerdem gibt es Zweifel daran, wie intakt iranische Radaranlagen für potenzielle Angriffe auf Tanker überhaupt noch sind.
Und einige Reedereien nutzen das jetzt offenbar aus – sie schalten ihre Transponder aus, um durch die Straße von Hormus zu fahren. Oder sie deklarieren sich kurzerhand als ein fremdes Schiff um: So tauchten bereits griechische Tanker, mit Öl aus Saudi-Arabien unterwegs, auf einmal als „chinesisches Eigentum“ im AIS, dem System zur Identifikation von Schiffen, auf. Auch mit Hinweisen wie „vollständig chinesische Crew“ erscheinen mitunter solche Tanker, die die Durchfahrt wagen.
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