Ein „interreligiöses Bündnis“ in Schleswig-Holstein fordert, einen Gottesbezug in die Landesverfassung aufzunehmen – ähnlich wie im Grundgesetz. Vor allem die CDU unterstützt den Plan und nimmt dabei die Unterstützung von drei islamischen Verbänden bereitwillig an, obwohl sich dort Islamisten und Antisemiten tummeln.
Sieben Partner haben sich in dem Bündnis zusammengeschlossen. Neben der Evangelischen Kirche und dem katholischen Erzbistum Hamburg sind das die staatlich-türkische Ditib, der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und die Islamische Religionsgemeinschaft Schura. Die gut 1.000 Mitglieder starke orthodoxe Jüdische Gemeinschaft und die knapp 600 Personen umfassenden progressiven Jüdischen Gemeinden fallen zahlenmäßig kaum ins Gewicht. Sie scheinen angesichts der umfassenden und immer wieder aufkommenden Antisemitismusvorwürfe gegen Ditib und andere eher als Feigenblatt zu dienen.
Unter den Parteien wirbt vor allem die CDU für den Gottesbezug. Die anderen Fraktionen scheinen in der Frage gespalten. Seit Daniel Günther Spitzenkandidat seiner Landespartei wurde, stand die Forderung 2017 und 2022 im Wahlprogramm der Christlich-Demokraten. Zuletzt hieß es dort, man blicke „mit großer Dankbarkeit (…) auf das große interreligiöse Engagement“ für den Gottesbezug. Welche Partner dabei mit an Bord sind, problematisiert die Partei aber überhaupt nicht.
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