Der Wissenschaftsjournalist und Moderator Eckart von Hirschhausen widmet sich in der ARD-Dokumentation Hirschhausen und die Deepfake-Mafia dem Thema Deepfakes. Der 45-minütige Beitrag wurde am Montagabend ausgestrahlt und ist bereits seit dem 1. Mai in der ARD-Mediathek abrufbar. Darin bemüht sich Hirschhausen, eine Verbindung zwischen gefälschter KI-Werbung für Medikamente und einer angeblichen Gefährdung der Demokratie herzustellen.
Aufhänger der Dokumentation ist gefälschte Werbung auf Social-Media-Plattformen, in der ein mithilfe von Deepfakes generierter Eckart von Hirschhausen für unwirksame Medikamente wirbt. In der Sendung spricht Hirschhausen mit mehreren älteren Menschen, die auf die irreführende Werbung hereingefallen sind und entsprechende Produkte erworben haben, weil sie dachten, Hirschhausen werbe tatsächlich dafür. Im weiteren Verlauf reist Hirschhausen zudem nach Brasilien und trifft dort einen Aussteiger, der als Callcenter-Mitarbeiter am Vertrieb solcher Produkte über die Firma „Top Call“ beteiligt gewesen sein soll.
Von diesem Themenkomplex ausgehend legt Hirschhausen nahe, dass Deepfakes die Demokratie gefährden würden. Dieser Zusammenhang wird wiederholt ohne Erläuterung vage in den Raum gestellt und im weiteren Verlauf der Dokumentation auf nahezu groteske Weise überzeichnet. Hintergrund ist zunächst, dass unseriöse Medikamentenhändler ihre Produkte auf Social-Media-Plattformen gezielt bestimmten Nutzergruppen anzeigen können, weil sie zuvor über Datenhändler umfangreiche Informationen über potenzielle Kundengruppen erworben haben.
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