Die tschechische Stiftung „Gift for Putin“ hat nun beschlossen, keine „Flamingo“-Marschflugkörper vom ukrainischen Rüstungshersteller Fire Point zu kaufen, berichtet die ukrainische Zeitung Kyiv Independent. Als Grund für das Ende der Spendensammlung wurde von den Organisatoren genannt: die Verbindungen des Herstellers zum aktuellen Korruptionsskandal in der Ukraine, der in den jüngsten Tagen für ein politisches Erdbeben in Kiew gesorgt hat.
„Wir haben das Geld sehr schnell gesammelt, doch nun tauchten ernsthafte Zweifel auf, ob es tatsächlich für das Produkt verwendet würde, für das die Spenden gedacht waren. Deshalb sind wir nicht auf das Unternehmen zugegangen und suchen nun nach einer geeigneten Alternative“, sagte Stiftungsgründer Dalibor Dědek. Ein weiterer Sprecher der Initiative, Martin Ondráček, wies ebenfalls auf die Bedenken hin: Es bestehe „eine reale Vermutung, dass der Hersteller mit Personen im Umfeld von Andriy Jermak verknüpft ist.“ Jermak musste erst vor wenigen Stunden als Stabschef von Wolodymyr Selenskyj zurücktreten – er gilt als enger Freund des Präsidenten.
Die Stiftung überprüfe nun andere Rüstungsfirmen, um die Spenden anderweitig umzulenken. Der Schritt zeigt, wie sehr der Skandal um die ukrainische Führung mittlerweile internationale Unterstützer verunsichert.
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