Nach Missachtung der Seeblockade: USA beschießen und entern iranischen Frachter

vor 3 Monaten

Nach Missachtung der Seeblockade: USA beschießen und entern iranischen Frachter
Bildquelle: Apollo News

Die Lage im Nahen Osten hatte sich in der Nacht von Sonntag auf Montag erneut verschärft, nachdem ein Zerstörer der US-Marine ein iranisches Frachtschiff beschossen und beschlagnahmt hatte. Das Güterschiff widersetzte sich der von den USA verhängten Meeresblockade der Straße von Hormus, die die Vereinigten Staaten vor Tagen als Gegenreaktion auf die iranische Sperre erwirkt hatten. Die militärische Aktion verkündete US-Präsident Donald Trump nur wenige Stunden nach der Bekanntmachung, die USA würden eine weitere Delegation, darunter JD Vance, zu Friedensgesprächen nach Pakistan entsenden.

Demnach soll der Lenkwaffenzerstörer USS Spruance das Frachtschiff im Golf von Oman am Sonntag beschossen und den Maschinenraum beschädigt haben, wie Trump auf Truth Social mitteilte. Daraufhin kaperten Marinesoldaten das Schiff. Die Besatzung habe jegliche Warnsignale ignoriert, weshalb man gehandelt habe, teilte das US-Regionalkommando CENTCOM mit. Laut Trump unterliege das Schiff zudem US-Sanktionen aufgrund einer „Geschichte illegaler Aktivitäten“. Nun würde man „sehen, was sich an Bord befindet“. Die amerikanischen Streitkräfte handelten „überlegt, professionell und verhältnismäßig, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten“, hieß es von CENTCOM weiter.

Die angekündigten Verhandlungen in Pakistan zwischen den USA und dem Iran könnten sich dadurch als schwieriger erweisen. Auch der Iran griff trotz des verhandelten Waffenstillstandes am Samstag zwei indische Schiffe an, die versuchten, durch die Meeresenge zu fahren. Trump sprach von einem „völligen Bruch unseres Waffenstillstandes.“

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