Die Rechercheplattform Correctiv erhält weiterhin staatliche Fördermittel zur Bekämpfung von Desinformation – obwohl sich zentrale Aussagen ihrer vielbeachteten „Recherche“ über einen angeblichen „Masterplan gegen Deutschland“ vor Gericht in Luft aufgelöst haben. Wie aus einer Antwort des Bundesfamilienministeriums auf Anfrage des Focus hervorgeht, wird Correctiv in den Jahren 2025 und 2026 mit insgesamt 280.991 Euro für das Projekt „Brandherd Desinformation“ gefördert.
Insgesamt flossen seit 2023 demnach 411.147 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ an die gemeinnützige GmbH zur Bekämpfung von Desinformation. Nach Angaben des Ministeriums dient die Förderung dazu, Kinder und Jugendliche für den Umgang mit Falschinformationen zu sensibilisieren. Das Programm „Brandherd Desinformation“ wird gemeinsam mit der Deutschen Jugendfeuerwehr an mehreren Standorten umgesetzt.
Aus der Projektbeschreibung des Bundesfamilienministeriums geht hervor, dass sich das Schulungsprogramm ausdrücklich gegen eine vermeintliche Einflussnahme aus dem rechten Spektrum richtet. Dort heißt es wörtlich: „In Vereinen kann eine Unterwanderung durch extreme Rechte beobachtet werden, in der besonders soziale Medien eine entscheidende Rolle spielen.“ Ziel des Projekts sei es, über „drei aufeinander aufbauende Workshops und journalistische Coachings“ insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Umfeld der Freiwilligen Feuerwehr zu erreichen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











