Nach den sexuellen Belästigungen mehrerer Mädchen im Barbarossabad in Gelnhausen hat die Stadt ein neues Sicherheitskonzept angekündigt. Eine neu eingesetzte Kommission beriet in ihrer ersten Sitzung über Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet – darunter Videoüberwachung, der Einsatz von Streetworkern und Integrationslotsen sowie eine Teilnahme am Sicherheitsprogramm „Kompass“ des hessischen Innenministeriums. In dem Freibad selbst sollen die Umkleidekabinen baulich verändert, das Personal in Sicherheitsfragen geschult und das Einlasssystem modernisiert werden.
Nach Angaben der Stadt soll das sogenannte Präventionskonzept bis zum Herbst vorliegen. Vorgesehen ist auch eine Umfrage zur Sicherheitswahrnehmung in der Bevölkerung. Auf Grundlage der Rückmeldungen sollen gemeinsam mit der Landespolizei konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt werden. „Wichtig dabei ist, dass es nicht nur um das Gefahrenpotenzial im Freibad, sondern dem gesamten Stadtgebiet geht“, teilte die Stadtverwaltung der Deutschen Presse-Agentur mit.
Die Polizei geht von acht weiblichen Opfern im Alter zwischen elf und sechzehn Jahren aus. Die Mädchen hatten demnach angegeben, im Becken von mehreren Männern „am ganzen Körper angefasst“ worden zu sein. Der Vorfall ereignete sich laut Polizei am 22. Juni. Die mutmaßlichen Täter agierten als Gruppe.
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