Am vierten Advent veröffentlicht die Tagesschau einen Beitrag, der sich mit der CO2-Bilanz von Weihnachtsessen befasst. Unter dem Titel „So nachhaltig ist unser Festessen” wird über die CO2-Bilanz von Käsefondue, Wein oder Plätzchen berichtet. Zu Beginn des Berichts heißt es: „An Weihnachten sind die CO2-Emissionen, die für unser Essen anfallen, doppelt so hoch wie an einem durchschnittlichen Tag.” Mit einigen „Anpassungen” ließe sich „die Umwelt schonen, ohne auf Genuss zu verzichten”.
Die Zielsetzung des Artikels ist deutlich: Die Menschen zu einer Reduktion der CO2-Bilanz animieren, indem sie ihre Kaufentscheidung ändern. Zuerst wird Fondue thematisiert. Rindfleisch hat die höchste CO2-Bilanz. Laut einer Berechnung des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) ist die CO2-Bilanz von Schweine- und Hähnchenfleisch halb so groß wie die von Rind. Käsefondue sei „nicht unbedingt eine klimafreundlichere Alternative”.
Kartoffeln und Nudeln sollen eine bessere Bilanz als Reis haben, weil beim Reisanbau Methan freigesetzt wird. Bei Beilagen wie Tomaten sei es besser, diese aus Spanien zu kaufen, weil die Gewächshäuser nicht beheizt werden müssen. Das sei besser als Tomaten „aus regionalem Anbau im Winter”. Wer zwischendurch durstig wird, kann hingegen bedenkenlos Wein trinken, weil Trauben eine niedrige CO2-Bilanz haben.
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