NZZ-Journalist Freidel über Kohlemeiler, die in Deutschland abgerissen und in China gebaut werden: „So eine Art von Klimapolitik ergibt wenig Sinn“

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NZZ-Journalist Freidel über Kohlemeiler, die in Deutschland abgerissen und in China gebaut werden: „So eine Art von Klimapolitik ergibt wenig Sinn“
Bildquelle: NiUS

Geht es nach Klimaaktivisten von „Fridays for Future“ oder der „Letzten Generation“, dann entscheidet die Klimapolitik über nicht weniger als das Überleben der Menschheit.

Im Gespräch bei „Schuler! Fragen, was ist“ stellt Buchautor Morten Freidel, Vizechefredakteur der Neuen Zürcher Zeitung in Deutschland, die Wirksamkeit der aktuellen Klimapolitik infrage. Er sei gar nicht gegen internationale Klimakonferenzen, sagte Freidel, auch wenn diese „teilweise zu Recht als abgehoben kritisiert werden, weil Eliten darüber verhandeln, welchen Weg die Welt einschlagen soll“.

„Allerdings glaube ich schon, dass es am Ende über verbindliche Zusagen laufen muss, auf die sich die Staatengemeinschaft einigt. Man kann aber die Frage stellen, wie realistisch die Ziele sind und mit welchen Folgekosten sie verbunden sind. Das Problem ist, dass es keinen internationalen Emissionshandel gibt. Gas ist jetzt in Europa teurer als in anderen Weltregionen, weil wir schon einen Emissionshandel im Energiesektor haben, sodass es bei uns teurer ist, ein Kohlekraftwerk in Betrieb zu nehmen, in China aber nicht. Deshalb ergibt es wenig Sinn, so eine Art von Klimapolitik zu machen, weil wir die Kohle einsparen, die dann in China besonders billig verbrannt wird.“

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