Playmobil-Werk in Franken muss schließen! 350 Beschäftigte betroffen, Gewerkschaft spricht von „Riesensauerei“

vor 5 Monaten

Playmobil-Werk in Franken muss schließen! 350 Beschäftigte betroffen, Gewerkschaft spricht von „Riesensauerei“
Bildquelle: NiUS

Ein Stück Kindheitstraum stirbt: Der Spielwarenhersteller Playmobil schließt sein Werk im fränkischen Dietenhofen. Der Grund: steigende Kosten in Deutschland. Damit steht auch fest: Rund 350 Beschäftigte verlieren ihre Jobs, die Produktion der ikonischen Figuren wandert bis Ende Juni in andere Fabriken ab. Der Münchener Merkur und der Bayerische Rundfunk hatten zuvor über die Werkschließung berichtet.

In einer Pressemitteilung vom Dienstag erklärte die Konzernleitung, „der zunehmende Kostendruck in Deutschland“ habe zu einer umfassenden Analyse der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen geführt. Nun sei es Zeit für eine „strategische Neuausrichtung“, die dafür dienen soll, Synergien zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Fertigung samt Anlagen soll in den kommenden Monaten verlagert werden, um die langfristige Stabilität zu sichern. Der Standort Dietenhofen bleibe jedoch für den Pflanzgefäßhersteller Lechuza erhalten. Zudem blieben die Logistikwerke in Herrieden sowie die Verwaltung (inklusive Marketing) in Zirndorf unverändert an ihren Standorten.

Die Belegschaft erfuhr von den Plänen offenbar erst am 3. Februar unmittelbar vor einer außerordentlichen Versammlung. Die Unternehmensleitung kündigte an, mit dem Betriebsrat über eine „sozialverträgliche Umsetzung“ zu verhandeln, einschließlich der Einrichtung einer Transfergesellschaft.

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