Am Donnerstag begann der Prozess gegen zwei Syrer, von denen einer dem US-Touristen John Rudat das Gesicht mit einem Cuttermesser aufgeschlitzt haben soll. Am 24. August 2025 schlug Majd A. seine 18-jährige deutsche Freundin in einer Dresdner Straßenbahn. Rudat ging dazwischen, und es kam zu einem 15 Sekunden langen Kampf. A.s Freund Ismail A. H. kam dazu, zückte das Cuttermesser und zog es dem Amerikaner durchs Gesicht.
„Er verfehlte das Auge nur knapp“, sagte der Oberstaatsanwalt. Er geht davon aus, dass A. H. den US-Amerikaner möglichst schwer verwunden und dauerhaft entstellen wollte. Wie Bild berichtet, sind beide Syrer als subsidiär Schutzberechtigte geduldet. Majid A. wurde der Status bereits entzogen, bei Ismail A. H. wird das momentan geprüft. Beide könnten dann noch aus der Haft, sollten sie zu einer solchen verurteilt werden, abgeschoben werden.
Dem 20-Jährigen und dem 22-Jährigen werden nicht nur die Taten von jenem Augustabend zur Last gelegt. Der Oberstaatsanwalt wirft Majid A. die mehrfache Misshandlung seiner Freundin vor. Außerdem werden beiden unter anderem Drogenhandel, ein Überfall mit einem Springmesser, ein Schlag mit einer Bierflasche und eine Attacke auf einen Ordnungsamtsmitarbeiter vorgeworfen. Die Verlesung der Anklagepunkte soll eine halbe Stunde gedauert haben.
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