Der Staatsanwalt Yashar G. aus Hannover soll gegen Geld Dienstgeheimnisse an eine Drogenschmugglerbande weitergegeben haben, sodass sich führende Mitglieder der Verhaftung entziehen konnten. Zugleich leitete er als Staatsanwalt das Verfahren gegen die Gruppe. Der Schmugglerbande wird vorgeworfen, bis zu 16 Tonnen Kokain geschmuggelt zu haben. Das Verfahren gegen die Drogenschmuggler war 2022. Doch es gab schon zuvor Hinweise darauf, dass der Staatsanwalt vertrauliche Daten weitergegeben haben soll. Der Prozess gegen ihn soll am 23. April beginnen.
Wie der NDR vom Strafverteidiger Raban Funk erfuhr, soll G.s Vorgesetzte bereits im Juni 2020 einen anonymen Hinweis erhalten haben, dass ein aus dem Iran stammender Staatsanwalt aus der Abteilung für Betäubungsmittelsachen Informationen weitergegeben habe. Damit wäre Yashar G. zu identifizieren gewesen. Obwohl es in den vergangenen Jahren des Öfteren Verdachtsmomente gegen Yashar G. gab, zog ihn seine Vorgesetzte, Katrin Ballnus, nicht aus der Abteilung für Betäubungsmittelsachen ab.
Katrin Ballnus war Leiterin der Staatsanwaltschaft Hannover und ist nun als Leiterin der Generalstaatsanwaltschaft Celle tätig. Sie bestand darauf, dass G. das Verfahren gegen die Drogenbande weiterführen sollte, obwohl im Dezember 2022, als die Hauptverhandlung begann, bereits wegen Geheimnisverrats gegen ihn ermittelt wurde. Das Verfahren war im Sommer 2022 eingeleitet worden und wurde 2023 eingestellt. Laut Insidern gab es zahlreiche Beweismittel, die „durchaus belastend“ seien. Dennoch unternahm Ballnus nichts gegen G.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











