Bei einer Demonstration auf dem Stuttgarter Marienplatz ist es am Samstag zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen linken Gegendemonstranten und der Polizei gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 323 Personen über mehrere Stunden eingekesselt, nachdem es zu Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen sein soll. Gegen mehrere Beteiligte wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.
Auslöser des Einsatzes war eine Versammlung unter dem Motto „Neustart – Baden-Württemberg steht auf. Frieden, Meinungsfreiheit, Bargelderhalt“. Die Veranstaltung wurde von der Gruppierung „Baden-Württemberg steht auf“ organisiert, die dem Querdenker-Spektrum zugerechnet wird. Angemeldet waren laut Polizei 500 Teilnehmer, tatsächlich nahmen etwa 250 Menschen teil.
Gegen die Versammlung hatten mehrere Gruppen Gegenproteste angekündigt. Unter anderem war eine Kundgebung unter dem Motto „Anarchismus in die Offensive gegen Faschisten“ angemeldet. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung erklärte, versammelten sich schließlich zahlreiche Gegendemonstranten direkt auf dem Marienplatz und versuchten, die Versammlung zu blockieren.
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