Nach der FDP äußert nun auch die SPD offen Kritik an der Ampelkoalition. Der ehemalige SPD-Parteichef Sigmar Gabriel forderte die Regierung auf, sich zu besinnen: „Angesichts der jüngsten Entwicklungen müsste man eigentlich sagen: hört auf oder besinnt euch!“, sagte Gabriel gegenüber unserer Redaktion. Ob die Ampelkoalition dafür noch „die Kurve kriegt“, stellt Gabriel gegenüber der Augsburger Allgemeinen jedoch in Frage.
Er kritisierte insbesondere Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP), die sich offenbar mehr auf Wahlkampf als auf Regierungsarbeit konzentrierten. „Das ist ein Missbrauch von Personal und öffentlichen Mitteln“, warnte Gabriel und bezeichnete die daraus resultierenden Initiativen als „Luftblasen“, die letztlich am Widerstand der Koalitionspartner zerplatzten.
Gabriel sieht diese Konflikte als zunehmend gefährlich für die politische Landschaft. „Was da der Öffentlichkeit als Koalition verkauft werden soll, wird zu einem zunehmend gefährlichen Prozess, der nur Politikzorn und damit Extremismus befördert“, so Gabriel.
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