Reul zu Sparkassen-Millionenraub: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Geld in Bankschließfächern schlummert“

vor 6 Monaten

Reul zu Sparkassen-Millionenraub: „Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Geld in Bankschließfächern schlummert“
Bildquelle: Apollo News

Bei einem Bankeinbruch in Gelsenkirchen drangen bislang unbekannte Täter Ende Dezember in eine Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer ein. Über ein angrenzendes Parkhaus verschafften sie sich Zugang zum Gebäude und bohrten sich mit schwerem Gerät durch eine massive Stahlbetonwand in den Tresorraum. Dort brachen sie innerhalb eines längeren Zeitraums mehrere Tausend Schließfächer auf und entwendeten Bargeld, Schmuck, Gold und andere Wertgegenstände. Die Täter konnten unerkannt fliehen, die Ermittlungen laufen weiterhin.

Der Einbruch gilt schon jetzt als einer der größten und spektakulärsten Schließfachdiebstähle in Deutschland. Die Täter sollen mehreren Medienberichten zufolge Beute in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro erlangt haben. Jetzt hat sich NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zu dem spektakulären Raub geäußert und die Spekulationen darüber, ob die Opfer des Sparkassen-Einbruchs ihr dort eingelagertes Vermögen auf legalem Wege erworben haben, angeheizt. Bei der Rheinischen Post im Interview sagte der Minister: „Ich bin kein Historiker. Aber die Dimension in der Schadenssumme ist schon bemerkenswert. Ich hätte nicht gedacht, dass so viel Geld in Bankschließfächern schlummert, sondern dass man sein Geld sicher aufs Konto legt.“

In sozialen Netzwerken und Medienberichten taucht zurzeit immer wieder der Verdacht auf, unter den Geschädigten könnten Bezieher von Bürgergeld sein, die dem Jobcenter Vermögen verschwiegen hätten. Gelsenkirchen gilt als ärmste Stadt Deutschlands. Beim statistischen Ranking des verfügbaren Einkommens pro Einwohner landet sie ganz unten, beim Anteil der Sozialleistungsbezieher hingegen ganz oben. Deshalb stellt sich die Frage, wie diese offiziellen Angaben mit den gestohlenen Schätzen aus dem Sparkassentresor zusammenpassen.

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