Die Umfunktionierung des VW-Werks in Osnabrück von der Pkw-Fertigung auf die Herstellung militärischer Ausrüstung ist für Rheinmetall derzeit kein Thema. Medienberichten zufolge führt Deutschlands größter Rüstungskonzern momentan keine Gespräche mit Volkswagen über eine mögliche Übernahme.
Rheinmetall verfüge über ausreichende eigene Produktionskapazitäten, um die aktuellen Bestellungen ohne externe Unterstützung abzuwickeln, erklärte Vorstandschef Armin Papperger bei einer Veranstaltung des Vereins der Ausländischen Presse. Sollte künftig ein weiterer Großauftrag hinzukommen, könnte sich die Lage allerdings ändern. Bei einem Besuch des Osnabrücker Standorts habe Papperger festgestellt, dass bestimmte Fertigungsbereiche grundsätzlich für die Herstellung von Rüstungsgütern geeignet wären.
Das Werk, in dem rund 2.300 Mitarbeiter beschäftigt sind, steht vor einem möglichen Aus. Volkswagen hatte angekündigt, die Produktion der dort gefertigten Porsche-Modelle bis 2026 einzustellen. Mitte 2027 soll auch die Fertigung des VW T-Roc Cabrio enden. Ein Folgeauftrag ist nicht vorgesehen; eine Werksschließung gilt daher als wahrscheinlich.
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