Die SPD ist längst nicht mehr die Partei der fleißigen Arbeiter. Auch Sozialleistungen lassen sich nicht weiter in die Höhe treiben, fehlt doch an allen Ecken und Enden das Geld. Selbst die Erzählung stabiler Renten glaubt angesichts des demografischen Wandels kaum noch wer und auch wirtschaftlich kann sich der Bundeskanzler – nachdem er das Land an der Spitze der Ampel in die jetzige Situation geführt hat – nicht als personifizierter Aufbruch in bessere Zeiten inszenieren.
Was macht also Olaf Scholz, um im Wahlkampf zu punkten? Er verbreitet Angst: Angst vor Krieg, Angst vor einer nuklearen Auseinandersetzung in Europa, Angst vor vermeintlichen Kriegstreibern in anderen Parteien, die Putin zum Äußersten treiben könnten. Olaf Scholz will den Krieg in der Ukraine und Angst vor einer Ausweitung zu seinem zentralen Wahlkampf-Thema machen.
Und dabei könnte Scholz heimlich auf unfreiwillige Unterstützung aus dem Weißen Haus hoffen, nämlich auf die des baldigen US-Präsidenten Donald Trump.
Olaf Scholz schreckt davor zurück, mit der Angst vor Krieg Wahlkampf zu machen.
„In Fragen von Krieg und Frieden braucht es keinen unberechenbaren Oppositionsführer, sondern einen kühlen Kopf“, schrieb der Noch-Kanzler bei X. Bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 würde sich entscheiden, welcher Kurs im Umgang mit Russland und dem Krieg in der Ukraine sich durchsetzt – und CDU-Herausforderer Friedrich Merz, der in allen Umfragen weit vorne liegt, wolle „der Nuklearmacht Russland ein Ultimatum stellen“, so Scholz, der in der Rolle als „besonnener Friedenskanzler“ ganz offensichtlich seine letzte Chance sieht.
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