Im Bericht aus Berlin hat die Tagesschau Irans Vize-Außenminister Majid Takht-Ravanchi anlässlich der US-Schläge auf iranische Atomanlagen interviewt. „Wir sind ehrliches Mitglied des Atomwaffensperrvertrages“, behauptete er. „Auf dieser Grundlage haben wir die Anreicherung zu friedlichen, nuklearen Zwecken betrieben, die für unser Land nützlich ist. Niemand kann uns sagen, was wir tun sollen oder was wir nicht tun sollen, solange wir uns im Rahmen unserer Verpflichtungen des Atomwaffensperrvertrages bewegen.“
Dass dabei selbst die lange iranfreundliche Internationale Atomenergieorganisation IAEO von klaren Verstößen Irans gegen ebenjene Verpflichtungen spricht, lässt der iranische Diplomat an diesem Punkt weg.
Auf die Frage nach den Schäden durch den US-Angriff und der Behauptung der USA, das Programm sei weitgehend zerstört worden, antwortete Takht-Ravanchi: „Das ist seine Einschätzung. Ich werde nichts über die Aggression der vergangenen Nacht sagen und was der Status unseres Programms nun ist. Was entscheidend ist, ist, dass es ein klarer Fall der Aggression war, die vergangene Nacht gegen unsere friedlich genutzten Nuklearanlagen gerichtet wurde. Die, nebenbei gesagt, unter internationalem Schutz stehen.“
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