Die Arbeitsgruppe für „Familie, Frauen, Jugend, Senioren und Demokratie“ (AG7) hat es schwarz in ihr Papier geschrieben und damit als unstreitig zwischen SPD und Union markiert: „Für uns gehört der Zugang zu Verhütungsmitteln zu einer verlässlichen Gesundheitsversorgung, deswegen prüfen wir die Möglichkeit einer solidarisch finanzierten Abgabe von Verhütungsmitteln für Frauen und Männer.“
Anders als die Linke, FDP, Grüne und SPD war die Union noch mit einem Wahlprogramm in den Wahlkampf gegangen, das eine Kostenerstattung von Verhütungsmitteln ablehnte. Aber was ist jetzt schon noch ein kleiner Wortbruch mehr oder weniger. Nicht nur hat sich die SPD damit wieder einmal mit Bravour durchgesetzt, bei den Grünen rennt man auch wieder offene Türen ein. Man fragt sich inzwischen ja eh schon, warum sie nicht einfach eine Dreier-Koalition machen, dann würden die Gespräche mit den Grünen auch nicht mehr an der Mailbox scheitern.
Besonders laut ist da – natürlich – Jette Nietzard, die aktuell zusammen mit der pro familia und Better Birth Control e.V. für eine entsprechende Petition wirbt. Bereits 2018 war kostenlose Verhütung ein Thema im Bundestag, damals auf Anträge der Linken-Fraktion, damals auch noch von Sahra Wagenknecht unterschrieben und den Grünen. Das Vorhaben wurde beschlossen.
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