Der erst vor kurzem in Wien eingetroffene syrische Familienvater kann sich über einen Netto-Jahresbezug von 98.400 Euro freuen – in Österreich müsste ein Arbeitnehmer etwa 204.000 Euro brutto im Jahr von seinem Arbeitgeber erhalten, damit diese Gage nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen übrig bleiben könnte. Die Sozialhilfe-Auszahlung entspricht also einem Monats-Bruttobezug von 17.000 Euro, ein derart hohes Gehalt erhält etwa ein österreichischer Staatssekretär.
Besonders kurios: Der Fall des in Wien gut versorgten syrischen Migranten wurde nun von der Wiener Stadtregierung deshalb thematisiert, weil er ein Beispiel für das „Voranschreiten der Reformbemühungen im Sozialwesen“ sei. Der Syrer hatte nämlich noch bis vor kurzem sogar 9.000 Euro monatlich an Sozialgeld und Wohnbeihilfen erhalten, jetzt sei dieser Bezug „deutlich gekürzt“ worden, eben auf 8.200 Euro.
Diese Auszahlung sei rechtlich absolut korrekt, wird von den zuständigen Stadtpolitikern betont: So hätte der aus Syrien stammende Zuwanderer elf Kinder, für die er ebenso die Mindestsicherung (so die Bezeichnung des Bürgergelds in Wien) beziehen dürfe. Derartige Auszahlungsbeträge werden öfter genehmigt, auch wenn jeder einzelne dieser Fälle das Stadtbudget in zehn Jahren mit fast einer Million Euro belastet.
NATO-GIPFEL: Ukraine, Russland, Iran! Streit mit Trump? Bündnis zittert vor USA I WELT LIVESTREAM










