Bei dem tatverdächtigen jungen Erwachsenen, der Ende Juli in Southport drei Kinder getötet und acht weitere teils schwer verletzt hatte, wurde ein Al-Qaida-Ausbildungshandbuch auf seinem Computer gefunden. Es trug laut Sky News den Titel: „Military Studies in the Jihad Against the Tyrants: The Al-Qaeda Training Manual“ („Militärische Studien zum Dschihad gegen die Tyrannen: Das Al-Qaida-Ausbildungshandbuch“). Das teilte die zuständige Polizei von Merseyside mit. Außerdem wurde das Gift Rizin, gegen das es kein Gegenmittel gibt, bei ihm gefunden. Daher erhebt die Polizei zusätzlich Anklage wegen der Herstellung des tödlichen Gifts und wegen des Verdachts des Besitzes von terroristischem Material. Das berichtet der Spiegel.
Ursprünglich hatte der britische Premierminister Keir Starmer von den Betreibern der Social-Media-Plattformen gefordert, Verantwortung zu übernehmen, was die Verbreitung von Informationen bezüglich des Attentats in Southport angeht. Anfang August sagte er laut der Nachrichtenagentur Reuters: „Lassen Sie mich auch den großen Social-Media-Unternehmen und denjenigen, die sie betreiben, sagen, dass gewalttätige Unruhen, die eindeutig online geschürt werden, auch ein Verbrechen sind. Es geschieht auf eurem Geschäftsfeld, und das Gesetz muss überall eingehalten werden.“
Gerüchte, die kurz nach dem Attentat aufkamen, besagten, dass der Täter ein muslimischer Migrant sei. Die Polizei versuchte, den Gerüchten entgegenzuwirken, indem sie die Information veröffentlichte, dass Axel Rudakubana in Wales geboren wurde. Seine Eltern kommen aus Ruanda. In britischen Medien hieß es, er sei christlich geprägt aufgewachsen. Durch die zusätzlichen Anklagen bekommen die Gerüchte nun aber Aufwind.
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