Die Chemieindustrie kämpft auch im Osten ums Überleben. Der für die Region wichtige US-amerikanische Konzern Dow Chemicals hatte bereits bei einer Bilanzvorstellung im April angekündigt: Die Anlagen im sächsischen Böhlen sowie im sachsen-anhaltinischen Schkopau stünden auf der Kippe. „Leerlauf oder Stilllegung“, so lautete die Prognose des Dow-Vorsitzenden Jim Fitterling.
Und: Trotz, dem Handelsblatt zufolge mit Friedrich Merz geführter, Standortgespräche konnte offenbar bislang keine Lösung gefunden werden. Überkapazität und hohe Strompreise bedrohen die Wirtschaftlichkeit der beiden Anlagen im mitteldeutschen Chemiedreieck, bis Ende Juli, wenn die nächste Bilanzvorstellung ansteht, soll Dow eine Entscheidung treffen.
In den beiden betroffenen Anlagen geht es zwar zunächst insgesamt um 1.600 Angestellte – betroffen könnten am Ende jedoch tausende Arbeitsplätze sein. Denn: In der mitteldeutschen Chemiebranche sind etwa 55.000 Personen tätig. Böhlen und Schkopau gelten als wichtige Vernetzungsanlagen für die Region um Halle, Merseburg und Bitterfeld-Wolfen. Fallen sie weg, könnten auch andere Betriebe betroffen sein.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











