In Österreich verschlechtert sich das Bildungsniveau seit Jahren. Nun zeigt eine Anfrage des Standard an den Wiener Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr, wie dramatisch die Entwicklung in der österreichischen Hauptstadt ist: Anfang Oktober fehlten 44,6 Prozent der Erstklässler die notwendigen Sprachkenntnisse, um dem Unterricht folgen zu können.
Eine weitere Anfrage an den Bildungsstadtrat, dieses Mal durch den ÖVP-Gemeinderat Harald Zierfuß, brachte die Aufschlüsselung der Zahl nach Stadtbezirken an die Öffentlichkeit. So wird offensichtlich: Dort, wo der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund höher ist, ist auch die Zahl der Kinder mit Sprachproblemen höher.
Im Stadtbezirk Margareten, wo der Anteil von Menschen mit ausländischer Herkunft 2023 bei über 52 Prozent lag, können laut Bildungsstadtrat 73,8 Prozent der Erstklässler nicht ausreichend Deutsch. Bereits seit Jahren kämpft der Bezirk gegen das Problem an. Bereits 2012 vermeldeten einige Schulen einen Anteil Schülern mit Migrationshintergrund von teilweise über 90 Prozent.
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