Es war wohl der bisher wichtigste außenpolitische Auftritt von Bundeskanzler Friedrich Merz, als er am Montag beim Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und anderen europäischen Staats- und Regierungschefs öffentlich im Weißen Haus auftrat. Er verlief nicht ganz ohne Pannen: Eine Stellungnahme in den sozialen Medien wurde erst zu früh veröffentlicht und später wieder gelöscht.
Eine weitere Stellungnahme veröffentlichte Merz dann nach dem Gipfel. Diese offenbart die nächsten Schritte, die der ukrainisch-russische Friedensprozess wohl nehmen wird. Merz zeigt sich dabei besonders interessiert an einem Waffenstillstand: Immer wieder betonte er, dass ein Gipfeltreffen zwischen Selenskyj und Russlands Präsident Wladimir Putin nur in einem solchen Fall zustande kommen könnte. Gleichzeitig stellte der Bundeskanzler fest: „Eine echte Verhandlung kann es nur auf einem Gipfel geben, an dem die Ukraine selbst auch teilnimmt.“
Für das mögliche Treffen zwischen den beiden Staatschefs möchte Merz weitere „Überzeugungsarbeit“ leisten – grundsätzlich haben sich Putin und Selenskyj am Montag ohnehin dazu bereiterklärt. Wie die dpa unter Berufung auf Merz berichtet, soll der Gipfel innerhalb der nächsten ein bis zwei Wochen stattfinden.
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