Nach einem starken Erdbeben haben Tsunami-Wellen die russische und die japanische Küste getroffen.
Am Dienstag ereignete sich ein starkes Erdbeben der Magnitude 8,8 vor der Kamtschatka-Halbinsel in Russland. Das Epizentrum lag laut seismologischen Angaben in etwa 19 Kilometern Tiefe im Pazifik östlich der Küste. Das Beben löste internationale Tsunami-Warnungen aus.
In der russischen Stadt Severo-Kurilsk auf den Kurilen-Inseln wurden erste Tsunami-Wellen mit Höhen von bis zu vier Metern registriert. Die örtlichen Behörden ordneten Evakuierungen an. Stromausfälle und Sachschäden wurden gemeldet, Personen kamen nach bisherigen Erkenntnissen nicht ums Leben. Auch Japan reagierte auf das Erdbeben mit Warnungen. Entlang der Pazifikküste, darunter in den Präfekturen Hokkaido und Fukushima, wurden bis zu 60 Zentimeter hohe Wellen gemessen. Rund 1,9 Millionen Menschen wurden zur Evakuierung aufgerufen. Vorsorglich wurden Teile von Industrieanlagen sowie Atomkraftwerke gesichert.
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